
Ehrlich gesagt, zählten Blackberry-Modelle in der letzten Zeit bei vielen Nutzern nicht gerade zu den Handyempfehlungen. Vor allem auf dem Bereich der Apps hinkte Research in Motion (RIM) leider etwas hinterher. Um in Sachen Apps konkurrenzfähig zu werden, hat RIM nun das Softwareunternehmen Cellmania aufgekauft. Cellmania hat seinen Sitz im kalifornischen Mountain View und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Backend-Infrastruktur, wie sie von Handyherstellern und Mobilfunkunternehmen benötigt wird, um eigene App-Stores betreiben zu können. Die Plattform umfasst das Digital Rights Management und Bezahlsysteme von Carriern können ebenfalls integriert werden. Zu den Kunden von Cellmania zählen namhafte Unternehmen wie Orange, AT&T und Sprint.
Erst vor kurzem hatte RIM seine App World überarbeitet und mit neuen Features sowie zusätzlichen Bezahlmöglichkeiten versehen. Darüber hinaus wurde auch die Suchfunktion verbessert. Eine weitere Neuerung: Die Blackberry ID kann nun zur Nutzer-Identifikation eingesetzt werden. Auf diese Weise können Nutzer unter anderem auch alte Apps auf ein neues Blackberry-Gerät übertragen. Weiterhin wurde auch der Mindestpreis gesenkt, so dass Entwickler ihre Apps nun schon ab einem Preis von 99 US-Cent anbieten können – vorher betrug der Mindestpreis 2,99 Dollar. Ob RIMs Bemühungen allerdings ausreichen werden, um den Anschluss an Apple und Android nicht zu verlieren, wird abzuwarten sein, denn mit rund 9.500 Apps gibt es in der App World im Vergleich zum App Store von Apple (etwa 220.000 Apps) nur einen Bruchteil der Menge. Selbst Android hat mit mehr als 65.000 Apps deutlich mehr zu bieten.