
© Anonymous9000
Die Story ist bereits runde zwei Wochen alt und natürlich hatte ich hier bei Blackberry World darüber berichtet. So wurde seitens des arabischen Mobilfunk-Providers Etisalat ein Spyware-Programm angeboten, dass im worst case auf den Geräten von 145.000 Blackberry -Nutzern gelandet ist. So weit, so schlecht könnte man sagen und da ziemlich schnell ein "Gegenmittel" auf dem Markt erschien, könnte man die Geschichte getrost ad acta legen.
Wohlgemerkt: könnte, wären da nicht die "Reporter ohne Grenzen". Wie heise.de berichtet, hat die Organisation ein großes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung des Skandals und so lesen wir:
Die Bürgerrechtsorganisation nimmt dabei Bezug auf Berichte, denen zufolge der im Besitz der Vereinigten Arabischen Emirate befindliche Mobilfunkprovider rund 145.000 Blackberry-Kunden Anfang Juli per SMS ein Softwareupdate angeboten hatte, das ein Spionageprogramm enthielt. "Wir fordern Sie dringend dazu auf, eine öffentliche Erklärung zu den Spyware-Vorwürfen abzugeben und den Respekt vor der Privatsphäre zu garantieren", schreibt RSF-Generalsekretär Jean-François Julliard. "Diese Vorwürfe könnten zu einem ernsthaften Image-Schaden für ihr Unternehmen werden", heißt es in dem Brief, der Etisalat bereits in der vergangenen Woche zugestellt worden war.
Bislang ist keinerlei Reaktion erfolgt, doch zumindest ist mittlerweile bekannt, dass die Spyware von der Firma SS8 stammt. Und die sitzen .. in den USA.
Ich bin gespannt, ob die RSF (Reporter sans frontieres bzw. Reporter ohne Grenzen) noch ein wenig mehr zutage fördern. Große Hoffnungen kann man sich vermutlich nicht machen.